Ein
trunkner Dichter leerte
Sein Glas auf jeden Zug;
Ihn warnte sein Gefährte:
Hör
auf! du hast genug.
Bereit, vom Stuhl zu sinken,
Sprach der: Du bist nicht klug;
Zuviel kann man wohl trinken,
Doch nie trinkt man genug.
Liebe
Weinfreundinnen, liebe Weinfreunde
die Welt des Weins ist in der Tat grenzenlos, und das in
vielerlei Hinsicht. Sie ist es nicht nur für den
Unersättlichen, wie Lessing augenzwinkernd andeutet. Sie
ist es vor allem für den Neugierigen und Interessierten.
Für den, der Unbekanntes am anderen Ende der Welt sucht,
und vielleicht sogar noch mehr für den, der sich mit
geschärftem Blick in vermeintlich Bekanntes vertieft.
Schon allein die Vielfalt an Rebsorten ist kaum zu
überblicken, auch wenn wir uns bei der Auswahl leider viel
zu oft auf einige wenige beschränken. Und wie viel größer
ist erst die Zahl der daraus gekelterten Weine. Da gibt es
unendlich viele Aromen, Geschmacksrichtungen, Weinstile und
Charaktere zu entdecken. Und jede Entdeckung ist für den
Neugierigen gleichzeitig Anregung. Was verbindet einen
Barbera und einen Grünen Veltliner miteinander, worin
unterscheiden sich ein Sancerre und ein Sauvignon blanc aus
Neuseeland eigentlich genau? Warum ist der Riesling
einzigartig und gleichzeitig so vielfältig wie kaum ein
anderer Wein?
Wir erforschen dieses ungeheuer spannende Feld seit acht
Jahren und sind dabei selten enttäuscht, dafür aber umso
öfter überrascht und begeistert worden. Wir haben
Winzerpersönlichkeiten kennengelernt, die sich unverkennbar
in ihren Weinen widerspiegeln. Wir haben faszinierende
Weine getrunken, die viel mehr waren als eine Summe
handwerklicher und landwirtschaftlicher Fertigkeiten oder
Traditionen. Wir sind dem unverwechselbaren und
authentischen Charakter von Menschen, Regionen und Weinen
begegnet, und wir haben einen schwindelerregenden
Qualitätsanstieg erleben können.
Noch nie hat es so viele gute Weine gegeben wie heute.
Diese Entwicklung ist möglich gewesen durch eine Besinnung
auf die eigene Identität in fast allen Weinbauregionen
dieser Welt. Tradition und Regionalität werden überall groß
geschrieben. Aber all die phantastischen Weine gäbe es auch
nicht ohne den enormen technologischen Fortschritt, der in
den letzten zwei Jahrzehnten die Weinbereitung
revolutioniert hat. Und auch nicht ohne einen weltweiten
Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen, von dem die
Großväter und Väter der jungen Winzer heute nicht zu
träumen gewagt hätten.
Sie werden vieles von dem, was uns begeistert hat, in
unserem Sortiment finden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch
und darauf, dass Sie hoffentlich unsere Wertschätzung mit
uns teilen, denn wie hat es Joachim Ringelnatz so treffend
formuliert: „Die besten Vergrößerungsgläser für die
Freuden dieser Welt sind die, aus denen man trinkt.“
Herzliche Grüße aus dem Belgischen Viertel in
Köln




